Forschung und Entwicklung

Auf dem Weg in eine kli­ma­freund­li­che Zukunft

Pro­fun­des Know-how, lang­jäh­ri­ge Erfah­rung – und die Lei­den­schaft, durch intel­li­gen­te Lösun­gen Land­wirt­schaft und eine kli­ma­freund­li­che Ener­gie­ge­win­nung mit­ein­an­der in Ein­klang zu brin­gen: Auf die­ser Basis haben wir unse­re leis­tungs­fä­hi­gen Agri-Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen entwickelt.

Gleich­zei­tig arbei­ten wir gemein­sam mit Part­nern aus Wis­sen­schaft und For­schung inten­siv dar­an, unse­re Tech­no­lo­gien Stück für Stück noch bes­ser zu machen. Dabei geht es uns nicht nur um die Effi­zi­enz und Pra­xis­taug­lich­keit unse­rer Anla­gen, son­dern auch um Arten­schutz und eine scho­nen­de Bewirt­schaf­tung des Bodens.

Eini­ge unse­rer aktu­el­len Pro­jek­te aus dem Bereich For­schung & Ent­wick­lung stel­len wir Ihnen auf die­ser Sei­te vor.

Agri PV

Agri-Photovoltaik & Wassermanagement 

Agri PV

Das EIP-Agri For­schungs­pro­jekt mit der Ost­fa­lia Hoch­schu­le für ange­wand­te Wis­sen­schaf­ten, der Anbau­ge­mein­schaft Let­ten­bich­ler, Andre­as Bar­ge und Stei­ni­cke Haus der Hoch­land­ge­wür­ze GmbH zum The­ma „Pro­duk­ti­vi­tät und Nach­hal­tig­keit in der Land­wirt­schaft“ star­te­te im Mai 2022. Das Pro­jekt trägt zur Wei­ter­ent­wick­lung von wett­be­werbs­fä­hi­gem Acker­bau bei. Kon­kret geht es um das Was­ser­ma­nage­ment und Mikro­kli­ma unter einer Agri-Photovoltaik-Anlage.

Dabei wer­den Metho­den zu nach­hal­ti­gem Was­ser­ma­nage­ment und Was­ser­kreis­läu­fen ver­gli­chen und opti­miert, um so die Vor­aus­set­zung zu schaf­fen, dass der Was­ser­ver­brauch auch wäh­rend Tro­cken­zei­ten mini­miert wer­den kann. Durch den phy­si­ka­li­schen Schutz und die Teil­ver­schat­tung der Anbau­flä­che durch die Agri-Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge, sowie mit Hil­fe eines umfas­sen­den Netz­wer­kes an Sen­so­ren soll eine bedarfs­ge­rech­te Bewäs­se­rung ermög­licht wer­den. Zusätz­lich soll die Ero­si­on ver­rin­gert und der Abfluss von nähr­stoff­hal­ti­gem Boden in angren­zen­de Gewäs­ser mini­miert wer­den. Ein hoch­ak­tu­el­les The­ma ange­sichts des fort­schrei­ten­den Klimawandels!

„Hier inves­tiert Euro­pa in die länd­li­chen Gebie­te mit der Maß­nah­me: Euro­päi­sche Inno­va­ti­ons­part­ner­schaft. Mit die­ser Maß­nah­me wird die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Land­wirt­schaft, Ernäh­rungs­wirt­schaft und Wis­sen­schaft unter­stützt. Ziel ist die Durch­füh­rung von Pro­jek­ten, die zu Inno­va­tio­nen und einer Stär­kung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit in der Land­wirt­schaft führen“.

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Agri-Photovoltaik & Robotik Automatisch zu einer schonenden Bewirtschaftung

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Wäh­rend der letz­ten Jahr­zehn­te erleb­te die Land­wirt­schaft deut­li­che Ertrags­zu­wäch­se, die maß­geb­lich durch Dün­ge­mit­tel, Züch­tun­gen und den Ein­satz von Pflan­zen­schutz­mit­teln erzielt wur­den. Gesell­schaft­lich wer­den der dar­aus resul­tie­ren­de Ver­lust der Bio­di­ver­si­tät und die Beein­träch­ti­gung die Umwelt aller­dings nicht mehr akzeptiert.

Die Poli­tik reagiert auf die­se neue Situa­ti­on, indem sie den Ein­satz von Pes­ti­zi­den kon­ti­nu­ier­lich senkt bzw. ver­bie­tet. Des­halb wer­den drin­gend Alter­na­ti­ven zum klas­si­schen Pflan­zen­schutz benö­tigt. Die mecha­ni­sche oder manu­el­le Bei­kraut­be­sei­ti­gung, wie sie im öko­lo­gi­schen Land­bau zum Ein­satz kommt, könn­te eine sol­che Alter­na­ti­ve sein. Aller­dings ist sie mit einem höhe­ren Zeit- und Arbeits­auf­wand ver­bun­den. Dadurch stei­gen die Pro­duk­ti­ons­kos­ten und die Wett­be­werbs­fä­hig­keit sinkt.

Die Lösung ist eine flä­chen­spe­zi­fi­sche Bewirt­schaf­tung mit­hil­fe digi­ta­ler Ver­fah­rens­tech­ni­ken – das soge­nann­te Pre­cisi­on Far­ming, für das pflan­zen- und umwelt­spe­zi­fi­sche Daten mit Hil­fe von Sen­so­rik erfasst und digi­tal ver­ar­bei­tet wer­den. So las­sen sich zum Bei­spiel die Nähr­stoff­kon­zen­tra­ti­on und der Was­ser­ge­halt im Boden, aber auch Pflan­zen­krank­hei­ten und ‑schäd­lin­ge sowie Bei­kraut mit geo­re­fe­ren­zier­ten Infor­ma­tio­nen ermit­teln und speichern.

Das Ziel der Robo­tik-For­schung bei Agro­So­lar Euro­pe ist die Ent­wick­lung und Imple­men­tie­rung von Auto­ma­ti­sie­rungs­tools & Maschi­nen, die durch KI-gestütz­te Erken­nungs­sys­te­me in der Lage sind, Bei­kraut zu erken­nen und effi­zi­ent mecha­nisch zu besei­ti­gen. Hier­für bie­tet die Auf­bau­struk­tur der Agri-Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen von Agro­So­lar Euro­pe bes­te Vor­aus­set­zun­gen – und schafft damit die Grund­la­ge für eine ziel­ge­rich­te­te, bedarfs­ge­rech­te und effi­zi­en­te Bewirt­schaf­tung land­wirt­schaft­li­cher Flä­chen – ganz ohne Chemie!

Agri-Photovoltaik & Humusforschung Ohne fruchtbaren Boden geht in der Landwirtschaft nichts

In unse­rem Ent­wick­lungs­cen­ter Trins (Öster­reich) erfor­schen wir kon­ti­nu­ier­lich, wie gesun­der Boden lang­fris­tig erhal­ten und auf­ge­baut wer­den kann. Agri-Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen kommt dabei eine zen­tra­le Rol­le zu. „Der Boden ist das wich­tigs­te Gut des Land­wirts – wenn der Boden gesund ist, sind auch die Pflan­zen gesund und wenn die Pflan­zen gesund sind, sind es auch die Tie­re“, sagt hier­zu Franz Hil­ber, Land­wirt und Gesell­schaf­ter der Agro­So­lar Europe.

Die Pro­blem­stel­lung ist hin­läng­lich bekannt: Land­wirt­schaft, die zu inten­siv oder falsch betrie­ben wird, zehrt die Ober­schicht des Bodens – also den Humus – aus. Humus ist die dun­kel­brau­ne, luf­ti­ge Erde, die ent­steht, wenn Regen­wür­mer, Faden­wür­mer, Pil­ze und Bak­te­ri­en die Res­te von Pflan­zen und Tie­ren abbau­en. Er besteht zu mehr als 50 Pro­zent aus Koh­len­stoff. Ins­ge­samt wird in den Böden der Erde vier­mal so viel CO2 gespei­chert wie der­zeit in unse­rer Atmo­sphä­re vor­han­den ist.

Wenn der Humus zer­stört wird, ver­liert der Boden sei­ne Feuch­tig­keit, gro­ße Men­gen an Treib­haus­ga­sen ent­wei­chen und trei­ben den Kli­ma­wan­del wei­ter vor­an. Mit unse­rer beglei­ten­den For­schung an Agri-Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen ent­wi­ckeln wir des­halb einen Pro­zess, der das Ent­wei­chen von Treib­haus­ga­sen stoppt und sogar umkehrt, sodass der Humus­auf­bau wie­der gezielt statt­fin­den kann. Das kommt nicht nur dem Kli­ma zugu­te, son­dern auch Land­wir­ten, die eine Agri-Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge betrei­ben, da sie durch den Han­del mit ent­spre­chen­den Zer­ti­fi­ka­ten zusätz­li­che Ein­nah­men gene­rie­ren können.

Agri-PV Forschung Photovoltaik Humusforschung 020 für Agri PV

Agri-Photovoltaik & Artenschutz Neuer Lebensraum und Biodiversität

Arten­schutz und Bio­di­ver­si­tät spie­len beim Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien eine wich­ti­ge Rol­le. Bei Agri-Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen stellt sich bei­spiels­wei­se die Fra­ge, wel­che Aus­wir­kun­gen sie auf die Vogel­welt in Agrar­land­schaf­ten haben. Schrän­ken sie die Attrak­ti­vi­tät der genutz­ten Flä­chen für Brut und Nah­rungs­su­che ein oder för­dern sie die­se viel­leicht sogar? Und wel­che Her­aus­for­de­run­gen ent­ste­hen in die­sem Zusam­men­hang mög­li­cher­wei­se für die land­wirt­schaft­li­chen Betriebe?

Gemein­sam mit unse­ren Hoch­schul­part­nern füh­ren wir rund um unse­re Anla­gen wis­sen­schaft­li­che Begleit­stu­di­en durch, um zu die­sem The­ma fun­dier­te Erkennt­nis­se zu gewinnen.

Hier­bei wird untersucht:

  • Agro Ring
    wel­che Wir­kung Agri-Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf Feld­vö­gel aller Art haben. 
  • Agro Ring
    wie Agri-Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen die Attrak­ti­vi­tät von Flä­chen für Feld­vö­gel beein­flus­sen und wie sich dies im Jah­res­ver­lauf ändert. 
  • Agro Ring
    wel­che Aus­wir­kun­gen die Nut­zung durch die Vogel­welt auf die land­wirt­schaft­li­chen Kul­tu­ren hat. 
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